Eine wunderbare Seite mit Fotos von Schauspielerinnen, die Bartfrauen spielen, ist diese hier:
themakeupgallery.info
Viel Spaß beim Schauen! Ich hab es sehr genossen.
Freitag, 15. August 2008
Bartfrauen im Film
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Labels: Film, Persönlichkeiten
Mittwoch, 13. August 2008
Gemälde
Tabea Blumenschein hat 1992 mit Öl auf Leinwand das Gemälde "Bartfrau" gemalt.
Zu sehen hier: L-Projekt
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Labels: Bartfrauen, Kunst, Männlichkeit, Weiblichkeit
Blicke
Vorhin auf der Post hat mich die junge Frau vor mir etwas irritiert angeschaut, als sie dann mit ihrem kleinen Bruder wegging, fasste der sich ans Kinn, beide drehten sich um und redeten (über mich?) und irgendwie hatte ich einen Heidenspaß dabei, ihre Blicke zu erhaschen und ihnen nachzugucken. Ganz neue Erfahrung! Vielleicht ist es mir bald nicht nur egal, wenn mich "die Leute" anstarren, sondern es bereitet mir sogar noch Freude?
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Labels: Eigene Erlebnisse
Dienstag, 12. August 2008
Was bist du?
Ich wurde gerade von einem Jungen (etwa 8) gefragt, ob ich Mann oder Frau bin.
Ich habe zurückgefragt, was er denn glaubt, was ich sei. Antwort: "Frau."
Aha. Eine Tendenz ist zumindest sichtbar :D.
Ich war ganz bei mir in diesem Moment, fühlte mich wohl in mir, ausgeglichen, ruhig.
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Labels: Eigene Erlebnisse
falscher Damenbart
Ich habe eine gute Lösung gefunden für Frauen, die zwar lange Kopfhaare aber keine Kinnhare haben, obwohl sie gern welche hätten.
Probiert's mal mit dieser Frisur:
learning to love you more
Und das Protestplakat "Being a man does not require having a penis" (Protestplakat) find ich auch richtig klasse :).
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Labels: Damenbart, Frisuren, Internetseiten, Ver-rücktes
Montag, 11. August 2008
Da kann man doch was dagegen machen!
Eine Frage von Marianna hat eine vergrabene Erinnerung wieder hochgeholt:
Denke an die U Bahn Fahrt morgen früh. Hab schon etwas Angst vor den Blicken der Menschen. ... Wie wird die Ärztin reagieren? Wird mich jemand überreden wollen was dagegen zu unternehmen?
Ich hatte auch schon Begegnungen, wo Menschen mir gesagt haben, dass das doch nicht schön ist, wie ich aussehe, und dass ich etwas dagegen tun muss.
Vor Jahren war ich in Südamerika und dort mit zwei einheimischen Frauen zu Fuß unterwegs. Ich trug immer Hosen oder knöchellange Röcke. Zum einen wollte ich auf keinen Fall irgendwie aufreizend wirken. Zum anderen traute ich mir nicht, meine haarigen Beine zu zeigen und Epilieren/Rasieren wollte und konnte ich auch nicht. Also ging ich den Weg des geringsten Widerstands. Und trotzdem nahmen die beiden Damen Anstoß an mir: "Also, du musst dir mal deine Beine rasieren!"
Hm. Ich weiß nicht mehr, wie ich reagiert habe. Rasiert habe ich nicht.
Jetzt im Nachhinein kommt der Gedanke, dass die Motivation für diese Bitte nicht unbedingt der Wunsch nach Anpassung war, sondern die eigene Unsicherheit, vielleicht auch ein wenig das Bedürfnis, für mich Verantwortung zu übernehmen, um bei anderen keinen Anstoß zu erregen?
Jahre später, während der Schwangerschaft, war ich in Deutschland im Krankenhaus und geriet dort an einen wohlmeinenden Doktor. Der Krankenhausaufenthalt kam sehr plötzlich, ich habe es nicht mehr geschafft, ans Rasieren zu denken. Beim Ultraschall bekam ich das Gel auf den Bauch geschmiert. Der Arzt schaute etwas verwundert und sagte, so viele Haare am Bauch wären doch eher ungewöhnlich bei einer Frau, und genauso ungewöhnlich wäre es, dass ich so komplikationslos schwanger geworden bin. Wie ich später erfuhr, arbeitete er v.a. in der Reproduktionsmedizin, daher war sein Blick wohl auch etwas gefärbt ;). Und dann kam diese Bemerkung: "Aber da kann man doch etwas machen! Das ist doch nicht schön bei einer Frau!"
Warum ist das bei einem Mann schön und bei einer Frau nicht?
Ich kann jetzt nur Vermutungen anstellen, was jemanden dazu bewegt, solche Ratschläge zu geben. Ich finde sie weder hilfreich noch angenehm. Sollte ich wieder mit so einer Meinungsäußerung in Berührung kommen, werde ich versuchen, die Gefühle dahinter zu verstehen. Also vielleicht fragen, wie sich der Mensch bei meinem Anblick fühlt. Vielleicht bringt das beide Seiten weiter?
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Schwesterblog
Seit wenigen Tagen gibt es den Blog einer Frau, die das Experiment wagt: "was passiert, wenn der Bart sein darf?
Hier geht's lang --> http://fraumitbart.wordpress.com/
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Mittwoch, 6. August 2008
männlich-weiblich
Durch verschiedene Gespräche in den letzten Tagen ist mir aufgegangen, dass mir irgendwie das Gefühl für männlich-weiblich fehlt ...
Ich weiß nicht, ob ich das wirklich brauche :D, aber ich find es spannend, dem ein wenig nachzugehen.
Wie ein eher männlicher oder ein mehr weiblicher Mensch AUSSIEHT (oder aussehen sollte ;) ), weiß ich, wird mir ja täglich auf allen Kanälen und Plakaten gezeigt *gg*.
Aber wie fühlt sich das von innen an?
Ich kann Wärme und Kälte, Freude und Wut, Kribbeln in den Zehen und Ziehen im Knie wahrnehmen, aber wie sich weiblich oder männlich anfühlt, weiß ich nicht. Ihr?
Geschminkt und aufgetakelt fühlt sich nicht weiblich, sondern eher verkleidet an.
Und irgendwie hatte es (so dem Gefühl und der Erinnerung nach) auch nicht wirklich was mit männlich-->weiblich zu tun, als ich jahrelang wie eine Besessene meine Haare weggemacht habe. Da war Scham, Angst, Trauer, Einigelnwollen ... Wunsch danach, weiblicher zu sein? Ich weiß nicht ...
In meinem Bauch ist ein Kind gewachsen, ich habe es gestillt, ich werde Mama genannt. Alles der Logik nach zutiefst weiblich - aber das Gefühl ist abgeschnitten.
Wie ist das bei euch? Wisst Ihr, wie sich Weiblichsein anfühlt?
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Labels: Männlichkeit, Weiblichkeit
Dienstag, 5. August 2008
Don't shave the bearded lady!
Three Ring Circus - Jerry and the bearded lady
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Labels: Film
Zeugung
"Die Geburt ist ein faszinierendes Thema. Missbildungen beispielsweise. Früher glaubte man, Ursache dafür seien Gedanken der Mutter. Das, was die Mutter beim Zeugungsakt gerade sah oder überlegte, würde Auswirkungen auf das Kind haben. In Damaskus kursierte die Geschichte einer Frau, die ein Bild von Johannes dem Täufer überm Bett hängen hatte. Bekleidet mit dem traditionellen härenen Hemd. Im Banne der Leidenschaft blickte die arme Frau zufällig auf diese Darstellung. Neun Monate später wurde ihr Kind geboren - pelzig wie ein Bär!" Der Arzt lachte vergnügt und trank einen Schluck Wein.
aus: J. Eugenides: Middlesex
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Lefty sucht eine Braut
1922 wohnten kaum hundert Menschen in dem Dorf. Weniger als die Hälfte davon waren Frauen. Von siebenundvierzig Frauen waren einundzwanzig alt. Weitere zwanzig waren mittelalte Ehefrauen. Drei waren junge Mütter, jede mit einer Tochter in Windeln. Eine war seine Schwester. Blieben zwei heiratsfähige Mädchen. Die Desdemona nun eilends aufzählte.
"Wieso sollte es hier keine Mädchen geben? Was ist mit Lucille Kafkalis? Das ist ein nettes Mädchen. Oder Victoria Pappas?"
"Lucille riecht", antwortete Lefty sachlich. "Sie badet vielleicht einmal im Jahr. An ihrem Namenstag. Und Victoria?" Er strich sich mit dem Finger über die Oberlippe. "Victoria hat einen Bart, der größer ist als meiner. Ich will mit meiner Frau nicht das Rasiermesser teilen." Und er legte die Kleiderbürste hin und zog sich die Jacke an. "Warte nicht auf mich", sagte er und verließ das Schlafzimmer.
Später gibt Desdemona den beiden Frauen "Unterricht in feiner Lebensart", Lefty fällt auf, dass Vicky keinen Schnurrbart mehr hat und dass Lucille nach Blumen duftet. Aber wie das Leben so spielt, kommt alles ganz anders ...
Die ganze Geschichte gibt es in Middlesex
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Montag, 4. August 2008
Christian the lion
Ein wunderbares Video von einem meiner Artgenossen ;):
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Dienstag, 29. Juli 2008
Geschichte der Haarentfernung
Mehrere aufschlussreiche Artikel über die Geschichte der Haarentfernung gibt es hier zu lesen:
Ladyshave
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Labels: Internetseiten
Ausstellung "GUTE HAARE, SCHLECHTE HAARE"
Die Ausstellung "GUTE HAARE, SCHLECHTE HAARE" wurde im Herbst 2007 vom Frauendokumentations- und Projektzentrum und vom Frauengesundheitszentrum in Graz präsentiert.
Eine 11seitige Zusammenfassung der dort geführten Vorträge von Jennifer Pichler und Kerstin Pirker kann kostenlos heruntergeladen werden: GUTE HAARE, SCHLECHTE HAARE
Besonders hat mich diese Stelle angesprochen:
„Das mache ich nur für mich!“ sagen viele Frauen. Und: „Jede wie sie mag, aber ich find's rasiert schöner!“
Individualisierung ist ein günstiger Nährboden, um gesellschaftliche Normen bis zur Unkenntlichkeit zu verschleiern. Wenn jede glaubt, selbst zu entscheiden, fällt gar nicht weiter auf, dass alle die gleiche Entscheidung treffen.
Das Schönheitsideal ist vereinheitlicht. Wo nur eines ist, gibt es nichts zu wählen. Es gibt tatsächlich keine Präsenz von körper- und gesichtsbehaarten Frauen im öffentlichen Raum. Gäbe es vielfältige Schönheitskonzepte, Frauen mit oder ohne Körperhaare, dann hätten Frauen Wahlfreiheit.
Körperhaare sind jedoch gesellschaftlich unsichtbar, sodass sie zu tragen der Entscheidung
gleichkommt, nicht schön sein zu wollen.
Und diese hier:
Wenn schon keine Wahlfreiheit, welche Möglichkeiten hat die Körperhaarträgerin?
a) Sie meidet Orte, Menschen und Situationen, wo Schönheitsideale (re)produziert werden. (Sehr schwierig, wenn sie am gesellschaftlichen Leben Teil haben bzw. wenn sie schön sein möchte.)
b) Sie gründet einen Club der Körperhaarträgerinnen, bei grober Diskriminierung vielleicht eine Selbsthilfegruppe, um sich persönlich zu stärken und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
c) Sie reagiert paradox, färbt sich ihre Körperhaare pink und gelb und trägt sie mit Stolz. Vielleicht ist sie damit Pionierin einer Trendwende.
d) Sie verfügt über eine starke Persönlichkeit und „bemerkt“ gar nicht, dass sie schief angeschaut wird. (Wer ist stark genug, um mit den Attributen „hässlich, ungepflegt, eklig“ zu leben?)
Quelle: GUTE HAARE, SCHLECHTE HAARE
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Wirkung
Ich schrieb ja eben schon, dass ich gestern mit deutlichem ein-Wochen-Bart ;) aus dem Urlaub zurückkam. Die Härchen sind nicht besonders lang geworden, vielleicht 3-5 mm? Sie fühlen sich viel weicher an als die ganz kurzen Stoppeln und ich bin verwundert, dass so viele blond sind.
Ich habe aus Neugier meinen Partner gefragt, wie das auf ihn wirkt. Er sagte, dass er sich beim Abholen im Bahnhof anfangs unangenehm berührt fühlte. Die "Schatten am Kinn" machte auf ihn den Eindruck von Ungepflegtheit. Er konnte mir nicht genau sagen, ob es ein ähnliches Gefühl ist wie beim Anblick eines Mannes mit Dreitagebart, meinte aber, dass es sich davon unterscheidet. Meine inzwischen ziemlich haarigen Beine verursachen bei ihm keine Assoziationen zu mangelnder Hygiene.
Interessant.
Vielleicht trau ich mich doch noch, die Leute, mit denen ich diese Woche verbracht habe zu fragen, wie mein Aussehen auf die wirkt. Spannend wäre das allemal, zu verlieren hab ich nichts, gesehen haben sie mich sowieso alle aus der Nähe ...
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Labels: Eigene Erlebnisse
Urlaub
Eine Woche Urlaub. Zelten, viele Kinder, den ganzen Tag draußen, Baden, Lagerfeuer, Spielen und Reden mit lieben Menschen.
Ich habe beim Kofferpacken ganz bewusst Epilierer, Pinzette, Spiegel und Rasiersachen im Bad liegenlassen. Ich wollte mal schauen, was passiert.
Und?
Erstens - ich lebe immer noch :D. Zweitens - ich habe in dieser Zeit kaum an meine Behaarung gedacht. Erst am vorletzten Tag habe ich mich ein wenig erschrocken, als ich mein Spiegelbild auf dem dunklen Bildschirm meiner Kamera sah - die Stoppeln am Kinn waren schon sehr deutlich sichtbar. Vor einem Jahr hätte ich mich vermutlich täglich für eine halbe Stunde zum Epilieren ins Zelt zurückgezogen. Aber irgendwie brauchte ich das jetzt nicht mehr.
Ich wurde von einer Frau gefragt, ob ich mich innerlich tatsächlich so bedingungslos akzeptiere, wie es äußerlich den Anschein hat. Boah. Ich war ziemlich baff, dass ich auf jemanden so wirke.
Wegen meiner Haare gab es nur einen Kommentar, und zwar von einem Neunjährigen. Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer Frau, die sich sehr sehr verletzt fühlte, weil eine Jugendliche in aller Öffentlichkeit sagte: "Die hat ja einen Bart." Ich konnte es nachvollziehen, dass das sehr unangenehm ist. Hatte aber für mich das Gefühl, dass es mir inzwischen anders gehen würde, wenn ich in einer ähnlichen Situation wäre. Allerdings wusste ich nicht, wie es ist, wenn das tatsächlich geschieht.
Wir saßen also allesamt am Frühstückstisch (15 große und kleine Menschen etwa) und Thomas sagte laut und für alle vernehmlich: "L. hat ja 'nen Bart!" Ich spürte nach, wie es mir damit ging - ich war einfach nur ruhig und gelassen, nahm ein wenig Unsicherheit und das kurzzeitige Schweigen im Raum wahr. Kein bisschen Unsicherheit, Zorn, Ärger oder ähnliches bei mir. Ich sagte: "Thomas hat keinen Ba-art!" :D Und damit war das Thema bei mir abgehakt. Ich war dankbar für die Gelegenheit, das nochmal "durchfühlen" zu können und hab das im Nachhinein auch noch Thomas' Mutter gesagt. Sonst hat mich niemand mehr darauf angesprochen.
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Donnerstag, 10. Juli 2008
Hirsutizm
Hier gibt es einen Thread in einem polnischen Forum, wo eine Frau Austausch mit anderen Betroffenen sucht:
kafeteria.pl
Mein Blog wird dort auch empfohlen (Seite 288, Eintrag vom 9.7. um 17:49) *freu*.
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Montag, 9. Juni 2008
Kinder
Ich genieße diesen Sommer die Sonne sehr. Bisher war es immer so, dass ich groß geplant habe, sie an meine Haut ranzulassen. Wenn ich die Beine und den Bauch epiliert habe. Und meistens hatte ich dann den ganzen Sommer über lange Hosen an. Jetzt habe ich die Strategie geändert. Ich hab mir einen Bikini gekauft, und ich leg mich auf eine Wiese, wo wenige Menschen sind, wo ich nicht beobachtet werde. Und es ist so klasse!
Ein Planet von 5,972 Tausend Trillionen Tonnen unter mir, die Wärme von einem 150 Mio km entfernten Stern auf meiner Haut, ein sanfter Wind streichelt die Millionen Haare und Härchen an mir, und ich kann einfach daliegen und das alles genießen.
Heute morgen kam es aber ganz anders. Ich hatte wieder ein schönes Plätzchen gefunden. Nicht ganz menschenleer, aber die wenigen Leute waren mehr als 100 Meter entfernt. Ein Rentnerehepaar mit Campingtisch und -stühlen, eine junge Frau mit Hund und Buch und ein paar Kinder.
Ich machte es mir gemütlich, holte mein Buch raus (Die Insel der Farbenblinden von Oliver Sacks) und begann zu lesen. Ich hörte Kinderstimmen hinter mir, die immer näher kamen. Ich drehte mich um und kriegte erstmal einen Schreck - die kamen direkt auf mich zu *huch*. Ein Reflex befahl mir, mich ganz schnell in meine Decke einzuwickeln, mich schlafend zu stellen oder fluchtartig aufzubrechen. Aber die Löwin in mir hatte keine Lust zur Flucht, sie war sich ihrer Kraft bewusst. Also drehte ich mich seelenruhig auf den Rücken, ließ die Kinderblicke auf meine Beine und meinen Bauch zu, bereitete mich innerlich schon auf Fragen vor, à la "bist du ein Mann oder eine Frau?" oder "warum hast du so viele Haare?". Aber nichts dergleichen, stattdessen: "Können Sie mal auf die hier aufpassen?" und "Die Jungs ärgern uns!" Und ganz bald sind sie geschlossen wieder abgezischt.
Eine Viertelstunde später kam die Truppe dann nochmal in Zweierreihe mit zwei Lehrerinnen 5 m entfernt vorbei. Die letzten beiden Mädels drehten sich mehrmals zu mir um, tuschelten und kicherten - ich ging in mich, ob mich das jetzt irgendwie berührt. Aber da war nichts. Keine Unsicherheit, keine Trauer, keine Wut. Stattdessen Sonne, Wind und Erde.
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Mittwoch, 4. Juni 2008
Freitag, 30. Mai 2008
Sag ich doch!
Ich schrieb am 29.1.08, dass ich mich momentan für den Braun 5585 Epilierer Silk-épil Xelle Easy Start Body & Face traumviolett entscheiden würde, wenn ich einen Epilierer brauchen sollte.
Stiftung Warentest hat jetzt Enthaarungsmethoden getestet (siehe Zeitschrift Test, Heft 06/2008) - Sieger bei den Epilierern ist genau der von mir gekürte Favorit, wie das Presseportal berichtet.
Bei den Rasierern gewann der Gillette Venus Vibrance.
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