Donnerstag, 4. Oktober 2007

Eine ganze CD Damenbart!

Nur noch einmal zu haben bei amazon, und zwar zum stolzen Preis von 149 Euro: Damenbart!

Na, wer schnappt sie sich?

Das Buch derselben Autorin ist da wesentlich erschwinglicher: Damenbart.

Überbehaarung als Schönheitsmakel

Auf der Seite der Universitäts- und Landesbibiothek Darmstadt gibt es eine 63 Seiten lange Studienarbeit von Valentina von Tulechov mit dem Titel “Leiden im Stillen - Überbehaarung als Schönheitsmakel” u.a. mit Interviews mit Betroffenen und Fachärzten. Die Publikation wurde mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet.

Nur mit Registrierung bei der Bibliothek als E-Book herunterladbar, sonst bei amazon zu bestellen: Leiden im Stillen. Überbehaarung als Schönheitsmakel.

ciao-Erfahrungsbericht: “Das beste Hausmittel gegen Haarentfernung”

Keine Rötungen, keine Hautreizungen, keine Allergien mehr, keine unangenehmen Begleitwirkungen einer Hormontherapie, keine Kosten und viel mehr Zeit habe ich gewonnen,…

Mehr zu diesem Hausmittel hier: ciao.
Wenn abgeklärt ist, dass ich keine Hormonprobleme o.ä. habe, nehme ich dieses Mittel auch :D.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

… und nicht vergessen: rasier dich!

Auf dem Spielplatz habe ich zwei orientalische Schwestern kennen gelernt, so um die 10 Jahre. Beide bildhübsch. Wir unterhielten uns, die jüngere B. schaute mich plötzlich forschend an und fragte: “Was ist denn dort passiert?” und zeigte dabei auf mein Kinn. “Da wachsen Haare.” “Wie? Haare? Aber bist du eine Frau?” “Ja, ich bin eine Frau.” “Und warum wachsen da Haare? Das habe ich ja noch überhaupt nie gesehen! He, guck mal, sie hat dort Haare!” *lol* “He, das ist ja wie bei meiner Schwester A.” Die ältere der beiden hatte tatsächlich schon gut sichtbare Härchen an der Oberlippe und an den Außenseiten der Wangen, was aber (meiner bescheidenen Meinung nach) ihre natürliche Schönheit überhaupt gar nicht beeinträchtigt. Es gehört einfach zu ihr dazu, wie die dichten Augenbrauen.

Wir haben dann weiter geredet, gespielt, viel Spaß zusammen gehabt, die Tatsache, dass ich einen Bart kriege war irgendwie angesprochen, integriert, wahrgenommen, störte aber das weitere Kennenlernen in keinster Weise.

Wir sind uns dann später auf der Straße nochmal über den Weg gelaufen, B. rief mir zu: “Und nicht vergessen: rasier dich!” ;)

neben mir

Mir geht’s grad nicht besonders gut, bin sehr unkonzentriert, vergesslich, habe nachts Einschlafschwierigkeiten, bin aufgeregt …

Vermutlich werfen die anstehenden Arztbesuche ihre Schatten voraus.

Hormonselbsthilfe

Wieder ein Fundstück - ich habe die Seite der Hormonselbsthilfe entdeckt und das Buch “Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen. Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen“. Es gibt dort auch Material zur Selbstbeobachtung. Und was mir ganz neu war: Speicheltests für den Hormonnachweis.

Das Buch kann man auch über amazon kaufen.

Nachtrag 4.10.: ich habe das Buch und die Selbstbeobachtungsmaterialien bestellt und bin gespannt wie ein Flitzbogen.

Islam. Enthaarung=Reinheit?

Auf verschiedenen Internetseiten wird darauf hingewiesen, dass “der Islam” die Enthaarung bei Mann und Frau mindestens einmal monatlich vorschreibt. Komplette Enthaarung (bis auf Kopfhaare und bei den Männern der Bart) scheint wohl in den islamischen Ländern sehr üblich zu sein.

Zum Teil haben sich ganze Rituale dazu entwickelt, die Frauen treffen sich z.B. zum gemeinsamen Halawa-Herstellen und Enthaaren. Halawa ist eine Mixtur aus karamellisiertem Zucker und Zitronensaft, die auf die Haut aufgetragen und anschließend samt Haaren abgezogen wird.

Die Tatsache, dass “der Islam die Enthaarung vorschreibt”, scheint allerdings nicht zu bedeuten, dass das im Koran steht, es könnte auch sein, dass diese Vorschriften Teil der Hadith-Literatur sind.

In einem Koranforum gab es eine Diskussion dazu, ob es ein Widerspruch in den Schriften an sich ist, dass auf der einen Seite festgestellt wird

Zur Fitra (natürlichen Veranlagung) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel, das Auszupfen der Achselhaare und das Kurzschneiden des Schnurrbarts.

auf der anderen Seite aber in einer der Schriften steht, dass man die Schöpfung nicht verändern soll. Wobei dann wieder Uneinigkeit darüber herrscht, was es heißt, die Schöpfung zu verändern. Ist das Entfernen von Haaren bereits Veränderung der Schöpfung oder beginnt die Veränderung erst bei Piercing, Tattoo u.ä.? Was ist dann mit der Beschneidung des Mannes?

Mehr dazu hier: nur-koran.de

In den deutschen Online-Versionen des Korans finde ich nichts zum Rasieren von Körperhaaren, des Arabischen bin ich leider (noch ;) ) nicht mächtig. Ich wäre dankbar, wenn mir jemand mehr Informationen dazu geben könnte! Was steht tatsächlich im Koran und in den anderen Schriften? Seit wann ist die Entfernung von Körperhaaren üblich? Warum lässt Allah die Haare wachsen, wenn wir sie uns dann doch entfernen müssen?

Hexenkraft

Bei wikipedia unter “Intimrasur” gefunden, boah ist das spannend:

Ab dem 15./16. Jahrhundert erlangte die Entfernung der Schambehaarung in Europa noch eine andere Bedeutung. Mit der zunehmenden Hexenverfolgung wurden verschiedene Methoden entwickelt, welche die Verdächtigen „überführen“ sollten. Für die sogenannte Nadelprobe suchte man ein Zeichen am Körper, das der Teufel hinterlassen haben sollte, z. B. einen Leberfleck oder eine Narbe. Die Delinquentinnen wurden am ganzen Körper epiliert oder ausrasiert. Da vor allem auf den Brüsten und in der Schamgegend das Teufelsmal zu erwarten war, wurden die Frauen am ganzen Körper eingehend untersucht. Anschließend wurden die Opfer hüllenlos vor Gericht geführt. Aber auch bei anderen Hexenproben wurden den Frauen alle Körperhaare entfernt, da man glaubte, ihnen dadurch die Zauberkraft nehmen zu können.

Ich halte es durchaus nicht für ausgeschlossen, dass auch solche Tatsachen aus sehr lange vergangenen Zeiten unser heutiges Empfinden stark beeinflussen. Besonders bei Themen, die so stark tabuisiert und versteckt werden.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Mein Hirsutismus-Score

In dem heute schon erwähnten Artikel von Dr. med. Henzen (Medicalforum Hirsutismus) findet sich auf S. 3 eine zeichnerische Darstellung des Hirsutismus-Score nach Ferriman und Gallwey. Dabei werden neun Körperregionen von 0 (keine Behaarung) bis 4 (starke Behaarung) bewertet.

Bei mir sieht es momentan so aus:

Oberlippe 2-3

Kinn 4

Brust 2

Oberbauch 0-1

Unterbauch 4

Oberarme 0 (hurraaa! ;) )

Oberschenkel 3-4

Rücken 0 (nochmal hurraaa! ;) )

Po 1-2

Ergibt zusammen Grad 16-20 von maximal 36 Punkten.

doch PCOS?

Ich habe mich heute noch weiter zum PCO-Syndrom belesen und bin momentan etwas verunsichert. Es gibt verschiedene Symptome, von denen ich nur den Hirsutismus und das Übergewicht habe. Insulin-Resistenz, Hormone usw. wurden noch nicht getestet. Die Tatsache, dass die Männer in unserer Familie sehr früh Haare lassen, erhöht die Wahrscheinlichkeit für PCOS statistisch, muss aber nichts heißen für meinen speziellen Einzelfall.

Das PCO-Syndrom hat viele verschiedene Gesichter, bei vielen Frauen lässt es sich nicht so eindeutig sagen, ob sie PCOS haben oder nicht. Hängt auch sehr von der Erfahrung und Einschätzung der Ärzte ab.

Angenommen, bei mir wird das PCOS diagnostiziert, angenommen, es wird jetzt an irgendeiner Stelle angesetzt, ich bekomme z.b. Hormone. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass damit das Problem an der Wurzel gepackt wird? Kann es nicht auch sein, dass dieses Syndrom bei mir aus irgendwelchen Gründen (psychisch, Lebensführung etc.) entstanden ist, und dass mein Körper nur noch mehr aus dem Gleichgewicht kommt, wenn er jetzt noch mit Medikamenten gefüttert wird?

Habe mir soeben wieder in Erinnerung gerufen, dass ich durchaus die Diagnosemöglichkeiten der Schulmedizin nutzen möchte, mir aber sehr genau überlegen werde, ob und wie ich mich von Schulmedizinern behandeln lasse … Bevor ich Pillen schlucke oder mich unters Messer begebe, ist auf jeden Fall noch eine Vorstellung bei einem richtig guten Heilpraktiker dran.

Artikel von C. Henzen über Hirsutismus

In dem Artikel über Hirsutismus von Dr. med. Christian Henzen von der Medizinischen Klinik Luzern sind besonders die Vorschläge zur Diagnose des Hirsutismustyps und mögliche Behandlungen interessant:

Medicalforum Hirsutismus

Auch hier ist -wie bei den meisten Artikeln- bei nicht krankheitsbedingter Behaarung nicht vorgesehen, dem Selbstbewusstsein einer Frau so weit auf die Beine zu helfen, dass sie mit den Haaren gut leben kann. Warum?

Nadelepilation - Nein Danke!

Was ist eigentlich Nadelepilation?

Bei dieser Haarentfernungsmethode wird eine sehr dünne Nadel am Haar entlang bis zu seiner Wurzel geführt. Dann wird mit einem genau dosierten Stromimpuls das Haarfollikel zersetzt (Elektrolyse) oder verbrannt (Thermolyse).

Es muss JEDE HAARWURZEL EINZELN behandelt werden, was nicht nur sehr mühsam, sondern auch schmerzhaft ist, viele ertragen es nur mit Schmerzmitteln. Für die Haut bedeutet diese Behandlungsmethode wegen der vielen kleinen Wunden und Verbrennungen eine erhebliche Belastung. Es kann ein Jahr oder länger dauern, bis diese Verletzungen wieder verheilt sind. Ein zusätzlicher Risikofaktor sind mangelnde Erfahrung oder Fehler seitens des behandelnden Personals.

Laut Info auf der Seite dauerhafte-haarentfernungen.de sind bei durchschnittlicher Gesichtsbehaarung 400 Behandlungsstunden normal, die Erfolgsrate liegt bei unter 25 % der behandelten Haare.

Sonntag, 30. September 2007

Selbstliebe

“Wenn wir unsere Mitmenschen UND auch uns selber mit den Augen der Liebe sehen könnten, wäre vieles einfacher! …”

“… Aber dafür müsste frau sich erst selbst mal mit wahrhaftig liebenden Augen betrachten. Sich rasieren ist offensichtlich einfacher :-).”

Quelle: Kommentare moonpower-Blog

ein virtuelles Gespräch über Damenbärte

Sehr aufschlussreich. Ganz verschiedene Tendenzen.

Ermutigend finde ich, wie viele der dort schreibenden Menschen Toleranz bis hin zu Bewunderung aussprechen für eine Frau, die so anders aussieht, als wir es gewohnt sind. Spannend auch, dass Menschen in relativ kurzer Zeit von “geht gar nicht” zu “warum nicht?” kommen.

Natürlich fehlen auch die nicht, die meinen Bart bei Frauen wäre unästhetisch, provokant, blöd, überflüssig, Effekthascherei.

Die ganze Unterhaltung hier: Moonpower Blog

Ja, warum eigentlich nicht nach Effekten haschen :-D? Wenn’s wirkt und wenn’s Spaß macht, erstarrte Gehirnwindungen wieder in Bewegung bringt, leidenden Frauen den Druck nimmt, ein Lächeln oder ein Lachen auf’s Gesicht zaubert. Z.b. eine Clownin mit Bart wie diese hier?

Bart verzieren

Habe in den Kommentaren zu einem anderen Blog eine zu schöne Idee gefunden: den Frauenbart schön lang werden lassen, einen Zopf flechten und Perlen und Bänder. Auch eine Frau kann ihren Bart ganz feminin verzieren.

Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)

Eine der häufigsten Ursachen für Hirsutismus ist das Polyzystische Ovarsyndrom, das in Deutschland etwa eine Million Frauen betrifft. Zur Diagnostik dieses Syndroms findet sich hier eine Übersicht: PCOS-Seite Diagnostik.

Und hier gibt es ein PCOS-Forum mit einer kurzen und prägnanten Beschreibung, bei welchen Merkmalen PCOS diagnostiziert wird: PCOS-Foum Diagnose.

Freitag, 28. September 2007

swr

Beim SWR habe ich einen Artikel über Hirsutismus gefunden und freue mich über die letzte Zeile desselben:

Und Frau könnte es schließlich auch wie die berühmte mexikanische Malerin, Frida Kahlo machen, sie ist ganz selbstbewusst mit Ihrem Hirsutismus umgegangen!

Rechts oben gibt es einen Link, mit dem man sich den 3:35 min langen Beitrag anschauen kann. Leider sehr schlechte Bildqualität (Ton ist ok), aber sonst - Danke Herr Teledoktor! :-)

Hürde genommen

Ich hatte in meiner Vorstellung geschrieben:

Ich hab es satt. Ich will mich ändern.

Ich werde herausfinden, ob ich die “übermäßigen” Haare loswerden kann, indem ich meinem Körper helfe, ins Gleichgewicht zu kommen.

Ich habe einen ersten (für mich sehr großen!) Schritt geschafft: ich habe mir Termine beim Allgemeinarzt und bei der Gynäkologin organisiert und werde mich untersuchen lassen. Bis dahin werde ich mir weitere Infos verschaffen und für mich klären, was ich von diesen beiden Ärzten will, damit die Gespräche den größtmöglichen Nutzen bringen.

Donnerstag, 27. September 2007

Zahlen

Über 70 Prozent der europäischen Frauen entfernen […] unerwünschte Haare regelmäßig.

Quelle: Lifeline

Und was ist mit den anderen 30 Prozent? Haben die keine Haare oder entfernen sie sie nur nicht?

Tabu?

Woher wusste ich als 19jährige, als ich die ersten Härchen an meinem Kinn entdeckte, dass sie weg müssen und dass es ein Geheimnis ist, dass sie dort wachsen? Ok, ich hatte bis dahin vielleicht noch keine Frau mit Bart kennengelernt.

Was hätte ich gemacht, wenn ich z.b. am Arm einen grünen Fleck entdeckt hätte? Oder eine Stelle mit mehr Haarwuchs als woanders? Hätte ich das auch so geheim gehalten? Andere Besonderheiten an meinem Körper stelle ich zwar nicht gerade zur Schau, aber wenn das Gespräch darauf kommt, und wenn diese Stellen im Prinzip sowieso für jeden sichtbar sind, hab ich kein Problem damit, wenn sich das jemand anschaut: die Narbe am Arm von einem Unfall, bei dem mich ein Schaf in seine Kette eingewickelt hat, Leberflecke, ein zu kurz geratener und ein schiefer Finger. Gut, die Kaiserschnittnarbe vielleicht nicht grad :D, aber die sieht man auch nicht so öffentlich wie mein Kinn z.b. ;-).

Soweit ich mich erinnere, hat mir damals niemand gesagt: “Versteck das!” oder “Das gehört sich nicht!” oder “Das ist ja voll peinlich/eklig/unangenehm.” Woher kommt dieses Urteil?

zum FORUM