Samstag, 22. Dezember 2007

Ägypten

Das Badische Landesmuseum zeigt im Karlsruher Schloss die Schau “Schönheit im Alten Ägypten”:

Schon die Ägypterinnen hatten einen ausgeprägten Sinn für Schönheit, zogen sich die Augen nach, liebten fremde Düfte und versuchten, sich die Krähenfüße wegzuschminken. Wichtig war die Enthaarung: Mit einem feinen Rasiermesser schabten sie sich die Haare von den Beinen, und die altägyptischen Priester mussten sich sogar den Kopf kahl rasieren. Erst dann galten sie als spirituell rein.

Der gesamte Artikel: morgenweb

Der Link zu der Ausstellung: Badisches Landesmuseum

Sonntag, 16. Dezember 2007

Zirkus

Heute schrieb mir eine liebe Freundin:

Ich weiß nicht, ich kann mir Dich einfach gut mit Flaum vorstellen - für mich gehört das quasi irgendwie schon zu meinem Bild von Dir dazu. Ich war neulich, als wir beim Frühstück am Tisch so nebeneinander saßen, kurzzeitig förmlich irritiert, dass der Flaum fehlte *kicher*

Das fühlte sich erstmal noch sehr fremd an. Warum? Bei den Leuten, die ich bisher kenne (bis auf diese Freundin, meine nächste Familie und noch zwei-drei Menschen, die das Thema mal angeschnitten haben), bin ich zumindest offiziell haarlos. Sie reden nicht darüber, ich verhalte mich “unauffällig” und verstecke das Auffällige. Die Verantwortung dafür, dass das so ist, trage ich, niemand sonst. Ich kann mich ja jederzeit dazu entscheiden, mich so zu zeigen, wie ich momentan bin.

Irgendwie kam dann noch ein verrückter Gedanke. Ich bin anders, ich bin so, wie es selten Frauen sind, ich bin ein Unikat. Und manchmal sind so Unikate ganz schön gefragt. Was wäre, wenn z.B. eine Filmproduktion für eine Szene in einem Zirkus eine jonglierende bärtige Frau sucht? Würden die mich finden? Momentan schwerlich. Für mich wäre so etwas eine Chance, genau so sein zu können, wie ich bin, etwas Neues zu probieren. Hm, aber dazu müsste ich die Haare erstmal wachsen lassen. Und dann würden auch all die anderen Menschen um mich herum mich so sehen.

Ok, ich lass das erstmal so stehen und schau, was daraus wird. Wenn jemand weiß, wo ich mich registrieren lassen kann - her mit der Adresse :o).

Mittwoch, 12. Dezember 2007

unmöglich?

Es ist möglich, dass ein ganz normaler Mensch mit bloßen Händen einen Löffel nicht nur verbiegt, sondern regelrecht einringelt. Ich glaube nicht allen Fotos, die ich im Internet finde, und ich glaube nicht allen Zauberern, die mir einen Trick vorführen. Ich habe gestern so einen Löffel mit Schweineschwänzchen in der Hand gehabt. Auch das ist noch kein Beweis. Wäre es ein Beweis, wenn ich das Verbiegen gesehen hätte? Ich weiß nicht. Die zersägte Frau steigt ja nach dem Sägen auch wieder ganz aus der Kiste. Wäre es ein Beweis, wenn ich den Löffel selbst verbogen hätte? Für mich ja, aber für euch wahrscheinlich auch nicht :P. Ich habe vorhin beim Abwaschen versucht, einen unserer nicht allzu stabilen Löffel zu verbiegen. Ich habe mir an der Hand wehgetan.

Als ich es vor ein paar Monaten schon einmal vorhatte, das zu probieren (haha, das hört sich schon total danach an, dass ich nicht daran geglaubt habe, das wirklich zu schaffen) habe ich mich gar nicht erst getraut, den Versuch zu starten, weil ich Angst hatte vor den Konsequenzen auf mein Glaubenssystem, wenn es wirklich funktionieren sollte.

Klar, es kann sein, dass das prinzipiell unmöglich ist. Ich halte es aber für genauso wahrscheinlich, dass das, was ich glaube (das geht doch nicht!) sehr deutliche Auswirkungen auf meine Realität hat.

Was hat das jetzt mit diesem Blog zu tun? Wenn mensch es schafft, einen harten Löffel mit der Hand und der Gedankenkraft einzurollen, dann müsste es genauso machbar sein, einen “Damen”bart “wegzudenken”. Meine Haut wird monatlich erneuert. Warum sollte es dann nicht möglich sein, ihr solche Informationen zu geben, dass sie in der nächsten Runde ohne Bart wächst? Wenn Frau es will. Wenn die Haare nicht irgendeine andere wichtige Funktion haben.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Heilpraktikerin

Puh, ich bin geschafft. Positiv geschafft. Hatte anderthalb Stunden mit der Heilpraktikerin.

Sehr produktiv, ich habe das Gefühl, dass bei mir (jetzt schon!) einiges in Bewegung gekommen ist, und ich bin gespannt auf den Weg, der vor mir liegt.

Im Gegensatz zu dem Arztbesuch gestern habe ich mich heute an-, auf- und wahrgenommen gefühlt, als ganzer Mensch, nicht nur als Schilddrüse und Eierstock. Mit meiner Geschichte, Gegenwart und Zukunft, mit Seele, Geist und Körper.

Ja, ich will mich ändern. Ich will ich selbst sein.

Meinen Haarreichtum haben wir erstmal nur am Rande berührt, aber das war auch ok so, weil es so vieles gab, was erstmal wichtiger war. Ich bin sicher, dass ich auch die Haare ändern oder annehmen werde.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Herr Dr. XY

Gestern war der Termin beim Endokrinologen.

Frustrierend.

Für den 21. habe ich einen Termin für Blutuntersuchung (Schilddrüse, Antikörper und Hormonspiegel) inkl. Zuckerbelastungstest. Ansonsten hat der Gute fleißig alle meine Antworten in seinen Computer eingetippt, aber mich kaum angesehen, Schilddrüse auch nicht abgetastet, zwischendurch 3 Telefonate geführt (im Vorzimmer sitzen DREI Arzthelferinnen!), wollte mir mal eben auf Verdacht Thyroxin mitgeben, ohne vorher einen Blutwert gesehen zu haben, und meinte beim Schilddrüsenultraschall, dass die Schilddrüse “unruhig” aussieht, und dass das schon auf Hashimoto hinweist, aber so wie er das sagte, das klang für mich wie: “der Himmel ist blau”. Und das ist er für mich leider nicht, wenn ich lebenslang Pillen schlucken soll. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass er dem Ultraschall so sonderlich viel entnehmen konnte … Als ich fragte, ob er mir sagen kann, wie auf dem Ultraschall eine gesunde SD aussieht, meinte er nur, dass er seine eigene Schilddrüse nicht schallt, aus Angst, da irgendwas Krankhaftes zu entdecken, wie es einem Kollegen von ihm passiert ist. Hm, der könnte regelmäßig (und wahrscheinlich auch noch kostenfrei) Vorsorge machen und sofort behandeln, wenn er irgendwas kleines entdeckt und tut es nicht? Sehr seltsam.

Die Praxis wirbt mit integrativer Behandlung aufgrund der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Kollegen. Im Gespräch erfuhr ich allerdings, dass der Endokrinologe nur bis zu den Eierstöcken “was machen kann. Für alles was drunter liegt, ist der Gynäkologe zuständig.” Ja, das ist Kompetenzenteilung, wahrscheinlich beraten die sich dann auch gegenseitig, und sind dadurch wieder integrativ.

Wahrscheinlich ist es doch sehr selten, in diesem “Gesundheits”system jemand zu finden, der sich wirklich Zeit nimmt, auf den Menschen eingeht, den er vor sich sitzen hat?

Ich freu mich wirklich sehr auf die Heilpraktikerin morgen, die eine ganze Stunde für mich da sein wird, ohne Telefonate nebenbei, und mit Blick nicht nur auf ein krankes Organ, sondern auf den ganzen Menschen drumrum.

Donnerstag, 29. November 2007

Text zu Video mit Belina

Ich sehe gerade, dass es noch einen kleinen Text zu dem im vorigen Post genannten Interview mit der bärtigen Belina gibt.

Die Übersetzung dazu hier:

… die Haarentfernung bei Frauen ist keine moderne und auch keine rein westliche Erfindung. Im alten Ägypten war es eine verbreitete Praxis, da das Vorhandensein jeglicher Körperhaare bedeutete, dass man nur zur Sklavenklasse gehören kann.

Historische Berichte über die Haarentfernung bei Frauen wurden mit Griechenland, den Trobriand-Inseln, Uganda, Südamerika und der Türkei in Verbindung gebracht.

In den 1970ern legten die BH-verbrennenden Feministinnen ihren Rasierer beiseite, was eine Art politisches Statement darstellte, aber heute fühlen sich Frauen, die auf dem Prinzip beharren noch unter dem Druck, ihre Körperhaare zu entfernen. Merran Toerien, die über Gender und Körperhaar geforscht hat, sagt, es besteht die Ansicht, dass die natürlichen menschlichen Körper der Disziplinierung zu einem Ideal bedürfen.

“Haare werden als männlich angesehen,” sagt sie. “Historisch, medizinisch und in den Medien werden sie fast immer mit Männern assoziiert. Das Rasieren des Frauenkörpers wird als Weg gesehen, um zwischen den Geschlechtern zu unterscheiden.

Und hier der Originaltext:

…women’s hair removal is neither a modern, nor a purely Western invention. In ancient Egypt it was common practice as the presence of any body hair at all meant you could only belong to the slave class.

Historical accounts of women’s hair removal have been linked to Greece, the Trobriand Islands, Uganda, South America and Turkey.

In the 1970s bra burning feminists put their razors aside as a form of political statement, but today women who object on principle still feel pressured into removing body hair.

People’s natural bodies are seen as needing disciplining into an ideal, says Merran Toerien, who has researched gender and body hair.

“Hair is seen as masculine,” she says. “Historically, medically and in the media, it is nearly always associated with men. Shaving female body hair is seen as a way to differentiate between the sexes.

akzeptieren

Ich habe gestern Abend mit einer Freundin gechattet und es kam das Thema Selbstliebe auf. Mich nehmen, wie ich bin, mich LASSEN wie ich bin, ohne andauernd irgendwas verändern, verbessern zu müssen, ohne mich ständig anzustrengen, irgendwas durchzuhalten, mich zu verbiegen.

In meinem Kopf geschah dann fast automatisch die Assoziation zum Bartwachsenlassen. Genauso wie ich meine Beine und meinen Bauch so lasse, wie sie sind, kann ich auch mein Kinn einfach in Ruhe lassen und schauen, was passiert.

Das kleine Männchen in meinem Hinterkopf flüstert mir jetzt gerade: “Loewin, das ist jetzt nur REIN HYPOTHETISCH. Stell dir einfach mal vor, was wäre wenn. Du musst es nicht tun. Stell es dir einfach nur vor.”

In meiner Vorstellung sah ich dann gestern Abend Frauengesichter. Es waren keine selbstbewussten Gesichter wie die von Jennifer Miller oder Belina. Es waren Gesichter mit Schatten, die einen von schräg unten ansehen, wegschauen, sich verstecken, im Hintergrund bleiben wollen, die verschämt lächeln und mir mitteilen: “Schau mich bloß nicht an.”

Meine Kehle ist zugeschnürt. Spannend. Ich habe dieses Stranguliergefühl ab und an, bisher dachte ich, es wäre vollkommen zufällig, wann es auftritt und wann nicht. Gestern habe ich es gespürt, als mir diese Bilder durch den Kopf gingen, jetzt beim Schreiben ist es wieder da.

SO will ich keinen Bart haben.

Wie bin ich mit Bart? Ich fühle mich rundum wohl. Mir ist sehr bewusst, dass ich ein Unikat bin, ein ganz besonderer Mensch, liebenswürdig, stark, voller Energie, sensibel für die Menschen um mich herum, provokant, gepflegt, in meiner Mitte ruhend.

Wenn mir Kinder begegnen, schauen sie mich neugierig und forschend an. Sie fragen ihre Eltern, ob ich ein Mann oder eine Frau bin. Ich nehme Blickkontakt auf, lächle, wir beginnen zu reden, über Dinge, die sonst in Schweigen gehüllt werden. Ich erfahre von Großmüttern, Tanten, Freundinnen, die wie ich Haare im Gesicht haben.

Es ist normal, anders zu sein.

Dienstag, 27. November 2007

Erneuerung

Im Moment ist es so, dass ich mit meinen Körperhaaren weitgehend Frieden geschlossen habe. Es ist ok, dass sie da sind, ich habe so gar nicht das Bedürfnis, sie zu rasieren, auszurupfen o.ä., und wenn jemand damit ein Problem hat, dann soll er sich selbst damit auseinandersetzen.
Ich habe jetzt bewusst seit etwa 4 Monaten an Beinen und Bauch (und an den Armen sowieso) nicht mehr rasiert oder epiliert, bin mindestens 10 Mal so schwimmen gewesen, und es fühlt sich für mich inzwischen fast normal an.
Mit dem Gedanken, im Sommer mit kurzer Hose / Rock und vielen Beinhaaren rumzulaufen, kann ich mich noch nicht so recht anfreunden, aber bis dahin ist ja noch ein halbes Jahr Zeit ;-).

Was mich grad schon tierisch nervt, sind die Gesichtshaare :-(. Ich werde ihrer auch nicht so richtig Herrin. Sie wachsen so schnell nach, und auch wenn ich gründlichst epiliere und noch mit der Pinzette nachzupfe, sind Schatten und Pickelchen von eingewachsenen Haaren zu sehen, nach einem halben Tag schon wieder neue Stoppeln. Ich wünsche mir so sehr, dass sie einfach aufhören zu sprießen.
Oder dass ich mal einen Monat lang in “Quarantäne” gehen kann, um einfach mal zu gucken, wie mein Gesicht mit Haaren aussieht. Ich will ganz sein, nicht andauernd einen Teil von mir wegsäbeln.

Einen interessanten Text habe ich hier gefunden:
rolfing movement

Sie machen alle sechs Wochen eine neue Leber, alle drei Monate ein neues Skelett, obwohl es so hart und solid erscheint, monatlich eine neue Haut, alle fünf Tage neue Magenwände. Sogar die Gehirnzellen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff gab es vor einem Jahr noch nicht, und die ebenfalls auf den Rohstoffen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff basierende DNA, welche die Erinnerungen von Jahrmillionen menschlicher Evolution speichert, entsteht und vergeht alle sechs Wochen, wie eine kurzlebige Knospe und Blüte. Und wenn Sie es genau nehmen wie ein Buchhalter, wenn Sie jedes Atom und jedes Stückchen Gewebe und jedes Tröpfchen mitzählen, dann kommen Sie darauf, dass in weniger als zweieinhalb Jahren Ihr ganzer Körper, jeder Teil davon, bis zum letzten Atom ersetzt wird. Wenn Sie denken ´ich bin mein Körper`, dann geraten Sie in Verlegenheit: Welchen Körper meinen Sie eigentlich? Das diesjährige Modell ist nicht dasselbe wie das letztjährige und auch nicht wie das vom letzten Monat. So stehe ich nun vor Ihnen mit meinem 1991er Modell. Jeder Teil dieses Körpers, den ich benütze, um hier zu sein und mich auszudrücken, ist neu verglichen mit letztem Jahr

Wie bringe ich meine Haut dazu, sich ohne Haare zu reproduzieren?
Will ich das überhaupt wirklich richtig ganz in echt? Wenn ich ganz ehrlich in mich gehe, bin ich sehr im Zweifel, ob ich diese Haare wirklich los sein will. Wie wäre das Leben ohne sie? Glatt, ein Stück weit weniger interessant (fürchte ich) …
Und welche Vorteile habe ich, wenn ich die Haare habe? Ein Teil meiner Energie ist an dieses “Problem” gebunden. Ich kann auch ein Stück weit die Verantwortung für mein Leben abgeben, entwickle bestimmte Aspekte meiner Persönlichkeit nicht, WEIL ich diese Haare habe. Viel mit Menschen zu tun haben? Nee, lieber nicht, es kostet mich viel zu viel Zeit, täglich ein haarloses Gesicht zu haben. Mich zeigen? Ach nö. Gut aussehen? Mich wohl fühlen in meinem Körper und meiner Kleidung? Hat ja eh keinen Zweck, also lasse ich es gleich ganz bleiben.

Samstag, 17. November 2007

Pause

Im Moment schreibe ich hier nur sehr wenig. Habe einige andere Dinge um die Ohren, und irgendwie muss ich die ganzen Informationen und Gefühle wohl auch erstmal sacken lassen.

Es rumort gerade sehr in mir wegen der Heilpraktikersuche. Ich glaube, das wird mich weiterbringen als Blutuntersuchungen, Ultraschall (wegen der Schilddrüse) und so weiter. Mit diesen Methoden kann ja nur eine Momentaufnahme gemacht werden, die nicht so viel über meinen Gesamtzustand, über mein Wohlbefinden und über Entwicklungen aussagt. Ich will die Dinge gern bei der Ursache anpacken. Und ich bezweifle, dass ein Endokrinologe mit mir über Kindheitsgeschichten o.ä. redet. Oder dass er mir Unterstützung dabei geben kann, meine Lebensziele zu finden. Dazu brauche ich schon jemand, der den ganzen Menschen anschauen mag und intensive Begleitung geben kann. Den Endo-Termin werde ich trotzdem wahrnehmen, glaub ich jedenfalls bisher.

Ich gehe übrigens weiter regelmäßig unepiliert in die Schwimmhalle. Wirklich sicher fühle ich mich noch nicht dabei. Irgendwie sind meine Antennen immer für Blicke und Bemerkungen empfangsbereit. Wobei die mich nicht verunsichern oder verletzen oder so. Ist eher Verwunderung, wenn z.b. 10jährige Jungs neben mir plötzlich anfangen über Beinbehaarung zu reden, oder ich aus dem Augenwinkel mitbekomme, dass mich jemand sehr interessiert anschaut.

Ich wünsche mir, dass ich mich, so wie ich bin, schön finden kann …

Wenn ich jetzt ans Beineepilieren denke, tut es mir fast körperlich weh und ich bin so froh, dass ich es nicht mehr tun “muss”. Musste ich ja noch nie, ich glaubte nur immer, ich müsste, sonst würde irgendwas Schlimmes passieren. Ohne dass ich je sagen konnte, was das denn Schlimmes sein sollte.

Hab auch schonmal kurzzeitig den Gedanken gehabt, wie es denn wäre, wenn sich jemand beschweren würde ob meines “unästhetischen Anblicks”, wie ich dann reagieren würde, ob das überhaupt berechtigt wäre. Ich musste dann auch an eine Schrift von irgendeiner Religionsgemeinschaft denken, die mir mal über den Weg gelaufen ist, wo drinstand, dass wir verpflichtet sind, uns ordentlich anzuziehen, um unseren Nächsten einen angenehmen Anblick zu bieten. Hm ja, ich halte mich nicht gerne zwischen übelriechenden Menschen mit fettigen Haaren und Jogginghosen auf. Aber sind es wirklich die ungewaschenen Haare und die Kleidung, was mich stört? Angenommen, ich wäre mit mehreren Menschen für Tage oder Wochen zu Fuß unterwegs, wir hätten keine Möglichkeit, uns und unsere Kleider gründlich zu waschen, wären aber sonst gut drauf, energiegeladen, glücklich, froh über unser Vorhaben und das Erreichte, hätten einen guten Draht zueinander - ich glaube, dann wären mir Kleider und Sauberkeit ziemlich egal, es würde mir trotzdem gut gehen.

Freitag, 9. November 2007

Epilationsstrumpf

Auf der Seite der Stiftung Warentest gibt es einen Bericht zum Epilationsstrumpf “Doucia”. Fazit: die 99 Euro kann frau lieber in den SPARstrumpf tun, die Haare wachsen sowieso weiter und die Epilation, die nach der Strumpfanwendung notwendig ist, ist sehr schmerzhaft. Mal davon abgesehen, dass Schwangere, Herzkranke, Menschen mit Leberflecken oder Sonnenbrand den Strumpf nicht anwenden sollten.

Den gesamten Bericht gibt es hier zu lesen: Warentest Epilationsstrumpf

Mittwoch, 7. November 2007

Endokrinologe

Jetzt hab ich’s geschafft, einen Endo-Termin auszumachen. Puh, das hat mich nochmal ganz schön viel Zweifel und Überwindung gekostet.

Bin grad dabei, mich auch wegen Heilpraktikern zu erkundigen. Ich will unbedingt ganzheitliche und selbstverantwortliche Arbeit, keine Rumkuriererei an Symptomen. Gerade die Schilddrüse, bei der der HA ja eine Unterfunktion vermutet, hängt so sehr mit der Psyche zusammen, und das, was ich gestern auf der Suche nach naturheilkundlicher Behandlung von Schilddrüsenproblemen gefunden habe, passt:

Im menschlichen Körper gibt es ein natürliches Gleichgewicht von Aufbau und Abbau, von Wachstum und Zerfall, von Erzeugen und Zerstören. Unser Körper ist beständig darum bemüht, einen für ihn sinnvollen und harmonischen Ausgleich zwischen vielen unterschiedlichen und miteinander konkurrierenden Prozessen und Funktionen aufrechtzuerhalten.

Eine so genannte Autoimmunerkrankung liegt immer dann vor, wenn der Körper beginnt, sich selbst und seine Organe und Zellen anzugreifen und sie in ihrer Funktion behindert oder zerstört. Er richtet dabei häufig seine Energien und die physiologischen Mechanismen seines Immunsystems gegen sich selbst, anstatt sie harmonisch und konstruktiv einzusetzen, um seine Integrität und Unversehrtheit zu bewahren. Da es sich dabei quasi um eine Geste der Selbstzerstörung handelt, spricht man in diesem Zusammenhang auch von einem Autoaggressionsgeschehen. Der Organismus benutzt also seine Lebenskraft mehr oder weniger dafür, sich selbst anzugreifen und zu beschädigen.

Quelle: Naturheilkunde Schilddrüse Autoimmunkrankheiten

Donnerstag, 1. November 2007

andere

Habe gestern in der Stadt eine ganz junge Frau mit sehr deutlichem dunklem Oberlippenbart gesehen.

Und ich erinnere mich dieser Tage wieder öfter an eine Frau, die mir vor mehreren Jahren über den Weg gelaufen ist - sie war wunderschön, dunkelhaarig und -häutig (so aus der orientalischen / indischen Richtung) und hatte ziemlich viele Haare im unteren Wangenbereich.

Ich habe mich damals nicht getraut, sie anzusprechen. Gestern habe ich auch wieder nur geschaut.

Übrigens wurde gestern in meinem Blog nach Selbsthilfegruppen gesucht. Weiß jemand, ob es welche gibt und wo? Ich würde mich über Antworten per Kommentarfunktion oder Mail sehr freuen: SCHREIBT MIR!

Dienstag, 30. Oktober 2007

Traum

Ich habe geträumt, dass ich an mir herunterschaue und wunderschöne, schlanke, muskulöse und braungebrannte Beine sehe, haarig wie immer, aber trotzdem sehr attraktiv :).

Das freut mich jetzt wirklich sehr, so ein Selbstbild im Traum zu sehen.

Die Arztbesuche haben mir zwar keine Klarheit oder Besserung aus der erwarteten Richtung gebracht, aber die ganze Prozedur hat bisher den Effekt, dass ich wieder viel mehr trinke und Sport mache.

DHEAS

So, die Werte sind da, heute morgen rief mich die Ärztin an. Die Information: DHEAS ist erhöht, Hyperandrogenämie, Therapievorschlag ist die Pille Valette, hier die Packungsbeilage, “um erstmal die Eierstockfunktion zu drosseln. Wenn sie wollen, können Sie sich das Rezept abholen”. Ich sage ihr, dass ich mich mit Pilleneinnahme nicht anfreunden kann. Sie meint, das wäre ja auch nur ein Vorschlag, und wenn ich möchte, könnten wir einen Termin ausmachen und schauen, was sich ganzheitlich machen lässt. Aha. Therapie erster Wahl ist die Chemiekeule. Und wenn ich mich davon nicht umgehend überzeugen lasse, könnte man auch mal den Körper als Ganzes in Betracht ziehen. Wenn ich das schreibe, kommt Wut hoch. Ich will meinen Körper sorgsam behandeln. Und ich will auch, dass andere, die sich um meine Gesundheit kümmern, das tun.

Keine einzige Frage zu meinem Gefühlsleben, zu meiner Zufriedenheit mit meinem Leben, Beruf, Familie, meine Vergangenheit etc. Wenn das alles meinen Hormonhaushalt beeinflusst, warum ist das dann so unwichtig?

Mein laut Ärztin erhöhter DHEAS-Wert lag bei 4,3, normal wäre 2,5.

Was sagt das Endokrinologikum?

DHEAS

Referenzbereich
Frauen: 0,40 - 4,30 ug/ml

War dieser Wert von 4,3 der einmalig am 19. Zyklustag gegen 13:00 gemessen wurde, repräsentativ? Wie repräsentativ waren die anderen Werte? Was habe ich davon zu halten, dass mir die Ärztin riet, wegen der Schilddrüse nicht zum Endokrinologen zu gehen, sondern zu einem ganz normalen Internisten und nur Ultraschall machen zu lassen? “Betreiben Sie da keinen zu großen Aufwand”.

frustriert

Habe die Ärztin heute zum 3. Mal angerufen wegen der Laborbefunde, die schon letzten Donnerstag gekommen sein sollten. Die Sprechstundenhilfe sagte mir, die Ergebnisse sind da, die Ärztin ruft mich heute abend an. War extra pünktlich hier, habe einen anderen Anrufer abgewimmelt, damit das Telefon frei ist. Es kam kein Anruf.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Forum

Ich freue mich sehr, dass sich die ersten im Forum angemeldet haben :-))).

Und ganz besonders auch über den Vorstellungsbeitrag von Juliette. Hier ein Auszug:

Ich finde, ich bin ganz Frau, und zwar mit Haut und Haaren. Ich bin nicht der Meinung, dass ich auch nur irgend etwas tun muss, um als “richtige Frau” zu gelten - ich bin als solche schon zur Welt gekommen.

… ich beziehe keinen besonderen Stolz aus meinen Härchen, ich betrachte mich nur einfach als normal …

Ich finde nicht, dass frau haarig sein muss, wer sich enthaaren will, soll das tun. Wenns Spass macht, warum nicht? Was mich stört, ist dieser Zwang, dass erwartet wird, dass sich alle einer bestimmten Art der Erscheinung unterwerfen, nämlich der haarlosen. Wobei ich allerdings negative, höhnische, bissige und beleidigende Bemerkungen bisher wirklich nur von anderen Frauen zu hören bekam. Ein Mann hat sich noch nie daran gestört. Im Gegenteil :-)

Und vielleicht ändert sich ja der Geschmack auch wieder. …

Ich wünsche jedenfalls allen, die jetzt noch unter ihren Härchen leiden, dass sie sich auch in dieser Hinsicht befreien und das leben und sich selbst so mögen, wie sie sind.

Der ganze Text hier: Hirsutismus? Härchen! :-)

Und wer mit dem Gedanken spielt, sich im Forum anzumelden: marschmarsch, gleich hierhin - dauert nur ein paar Sekunden und tut auch gar nicht weh ;-)!

Freitag, 19. Oktober 2007

gut aufgehoben

Meinung geändert über die Arztpraxis, von der ich hier schrieb. Der Warteraum war wieder brechend voll, die Arzthelferin sichtlich gestresst, ein Patient rief, während ich schon im Behandlungszimmer saß: “Kommt jetzt endlich mal ein Arzt? Mir ist so schlecht, ich rufe gleich den Notarzt!”

Aber dann war die Tür zu und der Dok war da und hat echt zugehört! Als ich ihm sagte, dass ich das letzte Mal vom Fragebogenausfüllen zum EKG, von dort zum Blutabnehmen, von dort zum Urinproduzieren geschickt wurde, ohne einen Arzt zu sehen und ohne zu erfahren, was jetzt wozu da ist, ist er sofort zur Arzthelferin zurück, um das zu klären und hat mir versichert, dass das so nicht mehr passieren wird.

Was ich noch sehr geschätzt habe, war, dass er meinen guten Informationsstand anerkannt hat (*hihi* hat sogar gefragt, ob ich vom Fach bin) und Freude darüber gezeigt hat.

Schilddrüse?

Die Werte sind da, inkl. Überweisung zum Endokrinologen . Verdacht auf “Va Hypothyreose bei Autoimmunthyreoiditis” (Hashimoto, Autoimmunkrankheit). TSHB ist mit 4,51 deutlich erhöht. Er redete auch gleich was von “wenn ihre Hormone dann richtig eingestellt sind”. Heißt das etwa Pillenschlucken?

Hab also vermutlich wieder schön viel zu lesen in den nächsten Tagen.

Die anderen Werte: (mit einem Y vor jeder Zeile, heißt das irgendwas?)
Alles, wo — (zu niedrig?) oder ++ (zu hoch?) dahintersteht, markiere ich fett und unterstrichen
Urin o.B.
GLUCW=90; CHOLW=118
04/END [Datum der Untersuchung und noch ein paar Daten, ich denk das ist irrelevant]
GGTW=12.6; CHOLW=118; HDLW=48.7; LDLW=60.1; LDLW/HDL=1.23;
TRIGW=43.8; KREAW=0.73; TSHB=4.51++; KBBTW; LEUKW=4.5; ERYW=4.5
HBW=12.0; HKW=0.36; MCVW=81 –; MCHCW=33.5; MCHW=27.1 –
PLTW=249

Die Blutabnahme war am 8. Zyklustag, zwischen 11 und 12 Uhr, falls das von Belang ist. Der Dok hat nur was zu dem erhöhten TSHB-Wert gesagt, nichts zu dem niedrigen MCVW und MCHW. Konnte auch nicht fragen, weil ich den Ausdruck erst beim Gehen an der Rezeption bekommen habe.
Haben diese Werte was zu sagen?

Was mich SEHR stutzig gemacht hat, war die Aussage, dass sich seine Vermutung “Hashimoto, Autoimmunkrankheit” ganz sicher bestätigen wird, und dass er mir eine bestimmte Endo-Praxis sehr ans Herz gelegt hat. Diagnostiziert er Hashimoto vielleicht sehr gerne???

Montag, 15. Oktober 2007

Ozone Post Depil Gel

Dieses Gel von Elite soll die Haut nach der Enthaarung mit Feuchtigkeit versorgen, die Haut beruhigen und das Nachwachsen des Haars verlangsamen.

In dem Gel enthalten ist Larrea-Extrakt. Larrea, auch Kreosotstrauch genannt, wächst in den Wüsten Amerikas.

Quelle: activewoman

Mehr über die Anwendung und Wirksamkeit von Larrea steht hier: Natur-Forum

Dort findet sich auch folgende Info:

Infolge der nachgewiesenen toxischen Eigenschaften in Deutschland seit 1968 nicht mehr als Zusatz zu Lebensmitteln zugelassen.
(Quelle: Pharmazie Uni Greifswald)

Hat jemand Erfahrungen mit dem Gel?

Mathilde van de CAUTER

Auf der Webseite von Dr. André Kugener ist eine Postkarte abgebildet mit einem Foto der “weltberühmten bärtigen Dame aus Antwerpen (Belgien)” - Mathilde van de Cauter.

zum FORUM