Sonntag, 23. September 2007

Hirsutismus durch Stress oder Angst

Das ist mir neu, mal schauen, ob ich dazu noch mehr finden kann.
Wenn jemand was weiß, gebt mir bitte Bescheid. Danke!

Hirsutismus ist der übermäßige Haarwuchs mit männlichem Verteilungsmuster bei Frauen, der entweder durch die vermehrte Bildung männlicher Sexualhormone (Testosteron) oder aber durch psychogene Faktoren wie sozialer Stress oder ein Angstsyndrom ausgelöst werden kann.

Quelle: OpenPR Pressemitteilung Hirsutismus

Seiten mit Fotos von bärtigen Frauen

… gibt es einige im Netz. Hauptsächlich sind es Bilder, die schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben.

Zum Beispiel diese hier:

Bearded Ladies

femmes à barbe (französisch, mit Fotos) oder andere femmes à barbe

Quasi-modo

Mich berühren diese Bilder nach mehrmaligem Ansehen immer noch sehr eigenartig. Wenn ich sie sehe, bin ich verunsichert. Liegt das daran, dass es einfach ZU UNGEWOHNT ist, eine Frau mit Gesichtshaar zu sehen? Mich berührt, dass diese Frauen so traurig aussehen. Kommt mir das nur so vor?

Bei manchen habe ich den Eindruck, dass es Männer in Frauenkleidung sind. Andere sehen aus wie Männergesicht und Frauenkörper zusammen. Bei der in Bangkok / Siam geborenen Krao Farini spüre ich etwas von Stolz, Selbstbewusstsein: “Ja, schaut mich nur an. Ich bin, wie ich bin. Ich bin ich.”

Mich würde sehr interessieren, wie es euch beim Anblick dieser Bilder geht.

Artikel von Susanne Regener

Bartfrauen – Fotografien zwischen Jahrmarkt und Psychiatrie. In: Annette Keck/Nicolas Pethes (Hg.), Mediale Anatomien: Menschenbilder als Medienprojektionen, Bielefeld (Transcript Verlag) 2001, 81-96.

Die Bärtige Lady. In: Wiener Zeitung, Extra (21.6.2002).

Gefunden hier: Seite von Susanne Regener

Jennifer Miller

Juggling Gender - ein Filmporträt der vollbärtigen Zirkusartistin und -direktorin, Jongleuse, Feuerschluckerin, Clownin Jennifer Miller.

Die Wikipedia-Seite zu ihrer Person gibt es bisher nur auf Englisch, Finnisch und Schwedisch.

Nachtrag: YouTube-Video mit Jennifer Miller:

How facial hair influences womens everyday experiences

http://www.dbeechy.com/index.htm

Eine englischsprachige Seite darüber, wie das Gesichtshaar die Alltagserfahrung von Frauen beeinflusst. Jetzt muss ich mich wohl doch wieder ins Englische einlesen ;).

Die enthaarte Frau

Unbedingt lesen!

Staib, Margitta, Die enthaarte Frau : Körper- und Gesichtsbehaarung. Frau & Gesundheit. München : Kunstmann, 1991. ISBN 3888970466

Leider bei amazon nicht auffindbar, dafür aber z.b. bei Booklooker und in diversen Bibliotheken.

Schwimmen

Vor einigen Tagen hat mich eine Freundin per Mail gefragt, ob ich Lust hätte, mit ihr zusammen Schwimmen zu gehen.

Ich hatte am Morgen bevor die Mail kam darüber gebrütet, ob ich den Epilierer anschmeißen soll oder nicht. Als die Mail kam, dachte ich nochmal drüber nach. Das Ergebnis war diese Antwortmail:

… Ich schwimme wahnsinnig gern. Und ich war diesen Sommer mal wieder kein einziges Mal im Wasser, außer in der Badewanne. Sch….
Jedes Mal, bevor ich in der Öffentlichkeit schwimmen gehe, muss ich mich entscheiden, ob ich eine ca. 2stündige schmerzhafte Epilieraktion auf mich nehme, oder ob es mir wurscht ist, wie die anderen gucken und was sie denken. Oder Zwischenlösung Rasieren - weniger schmerzhaft, sehr frustrierend, weil schnell nachwachsend. Ich hab Beine, “wie ein Mann” (oder wie eine Frau, die von Natur aus etwas anders geraten ist als das gerade gesellschaftlich akzeptierte Frauenbild). Und nicht nur Beine - auch Bauch und Gesicht.
Eines der Dinge, die ich mit Arzt oder Heilpraktiker in Angriff nehmen will. Entweder gibt es eine nebenwirkungsfreie Lösung, oder ich lerne, mich so zu nehmen wie ich bin.
Im Moment ist mir nach Heulen zumute. Und ich erlaub mir das auch grad. Ich konnte es bisher gut unterdrücken, verschweigen, verstecken. Seit 18 Jahren. Jetzt kommt auch das hoch. Sch… und gut so.

Heute morgen im Bad hatte ich kurz den Epilierer an …, und hab ihn wieder ausgemacht, weil es einfach soooo weh tat. Sicher auch eine Frage der Wahrnehmung. Solange Verstecken in mein Weltbild passt, sind die Schmerzen erträglich. Und jetzt eben nicht mehr.

Ich hatte nicht befürchtet, dass sie mich deswegen auslachen wird, oder mir raten, ich soll mich zusammenreißen und epilieren, weil sich Haare an den Beinen für eine Frau nicht schicken. Trotzdem hat mich ihre Reaktion überrascht: sie hat sich selbst schon mit dem Thema auseinandergesetzt, Depilationscremes sind schreckliche Chemiebomben, sie würde gern unenthaart mit mir ins Schwimmbad gehen, und sie hat mir das Buch “Die enthaarte Frau” geschenkt - das für mich wirklich eine Kehrtwende gebracht hat. Ich bin sooo froh, das Schweigen gebrochen zu haben!

Intersexualität

Noch was bei wikipedia entdeckt:

Intersexualität ist eine Bezeichnung, die gemeinhin für Menschen mit nicht eindeutig weiblichen oder männlichen körperlichen Geschlechtsmerkmalen verwendet wird.

“In den westlichen Kulturen der Neuzeit wurde (und wird teilweise noch heute) der Umgang mit Intersexualität von zwei zentralen Annahmen geprägt: Zum einen wird angenommen, dass es wissenschaftlich möglich sei, das „wirkliche“ Geschlecht eines jeden Menschen zu bestimmen; aufgrund dieser Annahme wurde die überwiegende Zahl der Intersexuellen zu Pseudohermaphroditen („Scheinzwittern“) „hinwegerklärt“. Daneben bestand und besteht die Annahme, dass es im Interesse des intersexuellen Menschen liege, seinen Körper einem „wirklichen“ Geschlecht anzupassen; begründet wird das meist mit der geschlechtlichen Vereindeutigung sowie sonst fehlender sozialer Akzeptanz („Mit so ‘was bekommt das Kind doch nie einen Partner ab und kann sich nicht mal in der Sportumkleide umziehen!“). In der Praxis wird eine Geschlechtsfestlegung auch in vielen Alltagssituationen (diverse Formulare für Geschäftsabschlüsse, Mitgliedschaften usw.) oder aus bürokratischen Gründen gefordert (”standesamtliches Geschlecht” auf dem Personalausweis).

Die Idee, dass eine strikte Aufteilung aller Menschen in zwei Geschlechter den natürlich vorhandenen Gegebenheiten nicht gerecht werde, ist nicht neu. In einigen Kulturen und Religionen werden Intersexuelle (oft zusammen mit Transgender-Personen) als Angehörige eines dritten Geschlechts betrachtet, wie die Two-Spirit vieler nordamerikanischer Indianerstämme, indische Hijras, die Khanith Omans oder thailändischen Katoys.

So nehmen sie in vielen Stämmen der amerikanischen Ureinwohner wie auch bei den Ureinwohnern rund um den nördlichen Polarkreis die Position eines Schamanen ein. Weil sie beide Geschlechter in sich vereinigten, hätten sie eine direktere Verbindung zum geschlechtslosen Göttlichen. Intersexuellen und transgender Menschen wird etwa das Potenzial übernatürlicher Wahrnehmung zugeschrieben, sie sind verantwortlich für Heilungen und Rituale. Die übernatürliche Wahrnehmung dient leider wieder vielfach der Ausgrenzung aus der „Normal-Gesellschaft“.

Neugier

Was mir heute so an Fragen durch den Kopf ging:

Wie werden die Hormonwerte im Blut bestimmt?

Welche Hormone haben mit dem Haarwachstum zu tun? Teilweise in diesem Beitrag beantwortet, aber ich bin mir sicher, dass es da noch einige Fakten mehr gibt.

Welche Faktoren bestimmen, ob und wie Haare wachsen?

Wie kommt das Haarwachstum überhaupt zustande?

Warum haben Menschen weniger Haare als Tiere?

Warum haben Frauen am Körper weniger Haare als Männer und Männer (zumindest ab einem gewissen Alter) weniger Haare auf dem Kopf als Frauen?

Haben Elefantendamen weniger Haare als Elefantenmänner? (gleiche Frage für andere Tiere)

Samstag, 22. September 2007

Liebe Hormone ...

... sagt mir bitte, wer ihr seid!!!

Habe versucht, über das Internet herauszufinden, wie die normalen Hormonwerte der Androgene für die Frau sind - sehr wenige Angaben.

Für das Testosteron habe ich das gefunden:
















REFERENZ-/NORMALWERTEalte EinheitSI-Einheit
Männer3,5 - 8,6 µg/l12 - 30nmol/l
Frauenbis 0.86 µg/lbis 3 nmol/l

(Quelle: netdoktor.de)

Unter wunschkinder.de ist als Normwert für Testosteron bei der Frau 0.85 µg/l angegeben. In der Tabelle findet sich auch noch Androstendion mit < 3.1 µg/l, DHEAS mit 0,35-4,3 ml/l (bei wikipedia heißt es DHEA=Dehydroepiandrosteron, als Normwert für die Frau zwischen 20 und 50 ist dort 1,0–8 ng/ml angegeben) . Di-/Dehydrotestosteron erscheint in keiner der beiden Tabellen. Eine erhöhte DHT-Konzentration kann bei Hirsutismus vorliegen. Leider konnte ich bisher keine Normwerte finden. Margitta Staib ("Die enthaarte Frau") schreibt: "Was den Einfluss der Androgene auf den Haarwuchs betrifft, besteht allgemein Übereinstimmung darin, daß die überwiegende Androgenwirkung durch Dihydrotestosteron bedingt ist." Als Normalwert für DHT (Plasmaspiegel/Blutwerte) bei der Frau gibt sie 18-25 ng/100 ml an.
Was ich heute gelernt habe: es gibt sehr viele Hormone, die wiederum untereinander ein sehr komplexes Zusammenspiel haben, das auf verschiedene Faktoren (Psyche, Alter, Ernährung, weiblicher Zyklus, Medikamente etc.) sehr sensibel reagiert.
Ich muss herausfinden, wie die Umrechnung zwischen Milliliter, Milligram, Nanoliter und Nanogramm funktionert. Aber um diese Zeit ist mein Gehirn dazu nicht mehr fähig ;-).

Nachtrag: Hab eine Hormonübersicht entdeckt. Allerdings auch mit Vorsicht zu genießen. Testosteron wird nach dieser Tabelle ausschließlich in den Hoden produziert. Frauen haben meistens keine Hoden. Wo kommt bei ihnen das Testosteron her? Ok, ok, richtig: aus den Eierstöcken.

Und hier noch etwas zu den Hormonregelkreisen im menschlichen Körper:
Damit Hormone die gewünschte Wirkung entfalten können, muß immer eine genau festgelegte Menge davon im Blut vorhanden sein. Die Konzentrationen sind aber so gering, daß schon allerfeinste Abweichungen weitreichende Folgen haben können. Aus diesem Grund ist ein "Reglersystem" für die Stimulation der Hormonausschüttung ins Blut und die Hemmung dieser Ausschüttung für jedes Hormon vorhanden. Dieses Reglersystem arbeitet, wie ein Regelkreis.

Quelle und ausführlichere Informationen hier: Medizininfo Endokrinologie Regelkreise

PCO-Syndrom

Das PCO-Syndrom kann eine Ursache für verstärkte Behaarung bei Frauen sein.

Eine gut recherchierte Zusammenfassung zu dem Syndrom, Symptomen und Hinweisen zur Behandlung gibt es im Blog von Blueeye.

hairberlin

Eine informative Internetseite zum “Hirsutismus”: hairberlin

Leider ist hier in dem Fall, dass die Behaarung nicht krankhaft ist, das Wachsenlassen der Haare auch für genügend selbstbewusste Frauen nicht vorgesehen. Warum? Ist es vorgeschrieben, dass jemand, der anders aussieht, leidet oder aber sich der Mehrheit anpasst?

Auf dieser Berliner Hautarztseite werden nicht nur zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt, sondern es wird auch in Betracht gezogen, dass Frauen mit genügend Selbstbewusstsein zu ihrem Bart stehen können :-). Und es gibt keine Heilsversprechen über einen hundertprozentigen Behandlungserfolg, sondern umfassende Informationen über Chancen, Risiken und Nebenwirkungen.

Vortrag

Am 10. Mai 2005 gab es an der Universität Münster einen Vortrag mit vielen Filmausschnitten über “‘Bärtige Frauen’ im Film”.

Salma Hayek als Frida Kahlo

Soeben entdeckt: ein Interview mit Salma Hayek über ihre Rolle als Frida. Frida Kahlo malte sich selbst häufig mit Damenbart.

Nach missglückten Versuchen, für die Rolle den Bart aufzumalen oder aufzukleben, begann Salma Hayek, sich zu rasieren und bekam so einen schwachen Schnurrbart. “Kommen Sie ruhig näher und sehen Sie ihn an … der bleibt mir jetzt. Ein paar Mal habe ich ihn schon gewachst, aber das ist mir doch zu schmerzhaft.”

Ich bin beeindruckt.



Nachtrag 11.2.2008: Ich wollte den oben verlinkten Artikel nochmal aufrufen, er ist verschwunden und auch sonst nirgends im Netz wiederzufinden.
Dafür der hier:
Filmstarts
... Salma Hayek traut sich, Frida Kahlo mit einem Damenbart und in all ihrer Schönheit sowie Hässlichkeit zu mimen. ...

Die bz stellt Salma Hayek als "TV-Kopf des Tages" vor und schreibt u.a.:
... Frida Kahlo, nach einem Busunfall musste sie jedes ihrer Gemälde sich selbst abringen – Salma Hayek (41) spielte 2003 diese Jahrhundertkünstlerin mit der ganzen Leidenschaft und Bitterkeit (aber ohne Kahlos Damenbart).

(Quelle: bz-berlin.de)
Wie denn nur?

bärtige Frau im Traum

Ich komme in eine Kneipe und treffe einen Freund mit seiner Frau. Die Frau hat einen Bart (hat sie im "Wachleben" nicht, glaub ich jedenfalls). Schnurrbart, Kinnbart, und ansonsten Drei-Tage-Bartstoppeln. Es scheint ihr unangenehm zu sein, dass ich sie unerwartet und unepiliert dort treffe. Ich sage nichts zum Bart. Ich schaue sie an. Ich schaue ihn an. Vor mir sitzen eindeutig ein Mann und eine Frau. Die Frau hat etwas, was sehr männlich wirkt. Ungewohnt, aber kein bisschen unangenehm.

Schwimmbad - die Zweite

Ich hab’s also getan :o). In der Dusche begegnete mir eine ältere Dame, deren Beine ähnlich aussahen wie meine. Daneben eine junge, epiliert bis zur “Bikinizone”. Alle jüngeren Frauen waren komplett haarlos, außer auf dem Kopf natürlich ;-). Ob echt oder unecht, konnte ich nicht feststellen.

Das Schwimmen war klasse! Wird auf jeden Fall wiederholt.

Am Ende in der Dusche eine Frau mit einem etwa Zweijährigen: “Mama, das ist ja ein Mann.” Die Mama: “Nein, ist eine Frau.” Sie schaute weg von mir. Ein Lächeln oder so hätte ich angenehm gefunden. Das Ganze hat mich aber so überhaupt nicht berührt. Mir kam der Gedanke an “Des Königs neue Kleider” - das Kind hat den Mut auszusprechen, was alle sehen, das Kind wagt, sich laut zu wundern über das, was alle verschweigen.

Darf eine Frau mit Bart in die Damendusche? Was wäre, wenn es die Aufteilung Männer-Frauen nicht gäbe? In welche Dusche gehen Menschen, die nicht eindeutig Mann oder Frau sind?

Auf dem Heimweg habe ich mir einige Frauen, die ich sah, bärtig vorgestellt. Interessant. Sie wirkten in meiner Vorstellung kein bisschen weniger attraktiv. Die, die sowieso schon selbstbewusst aussahen, bekamen mit diesem Detail eher noch Pluspunkte :-).

Freitag, 21. September 2007

Schwimmbad

Ich gehe heute ins Schwimmbad. Zum ersten Mal seit ich-weiß-nicht-wie-lange, dass ich mich trauen werde, ohne Komplettepilation baden zu gehen. Als mir letzte Woche die Idee kam, das so zu machen, spürte ich erstmal nur große Erleichterung. Ich war den ganzen Sommer über kein einziges Mal baden, weil ich mich vor den Schmerzen und dem Aufwand gescheut habe. Und jetzt kann ich einfach so hingehen, muss nicht eeewig vorher einplanen, mich zu enthaaren und muss mich auch vor niemandem mehr verstecken.

Was kann schlimmstenfalls passieren? Mich könnte jemand “komisch” angucken. Ja und? Es könnte ja auch ganz interessant sein zu schauen, wie die Menschen so reagieren, wenn sie jemand sehen, der/die ungewöhnlich aussieht.

Mich könnte jemand “unhygienisch” finden. Ja und? Ich dusche natürlich ausgiebig, bevor ich ins Schwimmbecken gehe. Und am Eingang steht ja auch nix von Glatzenpflicht ;-).

Mich könnte jemand ansprechen. Vielleicht eine gute Gelegenheit, etwas Neues zu lernen.

Packen wir’s an!

Das Leben mit den Haaren

“Fünf Prozent der Frauen leiden an Hirsutismus …” Solche und ähnliche Sätze sind häufig in den Medien zu finden. Meist folgt daraufhin eine Beschreibung von Haarentfernungsmethoden - mittels Laser oder neuen “nebenwirkungsarmen” Medikamenten. Oder die Aufklärung darüber, dass die starke Behaarung Zeichen für eine Krankheit sein kann.

Keine Frage, sie KANN es sein. Aber sollten wirklich FÜNF PROZENT (andere Quellen sprechen sogar von zehn) aller Frauen krank sein? Das wären z.B. 2-4 Millionen aller deutschen Frauen.

Nur bei einem kleinen Teil von ihnen lässt sich ein Ungleichgewicht der Hormone feststellen. Noch geringer ist die Zahl derer, bei denen die Behaarung Symptom einer Krankheit ist (hormonbildende Tumore z.B.).

Ein Großteil der Frauen haben einfach mehr Haare als es das gesellschaftlich etablierte Frauenbild zulässt. Sind wir vielleicht gar nicht krank? Was wäre, wenn sich niemand enthaaren würde? Hätte dann jede 5. oder 10. Frau, der ich auf der Straße begegne, einen Bart? Würden wir mit der Zeit daran nichts Ungewöhnliches mehr finden?

Frau mit Bart

Vor ein paar Tagen saß ein 8jähriger neben mir, schaute mich plötzlich forschend an und fragte: “Kriegst du einen Bart?” “Ja.” “Aber das geht doch gar nicht!” “Warum geht das nicht?” “Ich weiß auch nicht warum. Aber irgendwie weiß ich ganz genau, dass das eigentlich gar nicht geht.”

Ich liebe diese Fähigkeit von Kindern, sich über nicht Alltägliches zu wundern, nachzufragen, genau hinzuschauen.

Ja, ich kriege seit fast 20 Jahren einen Bart. Ich habe bisher versucht, ihn mit allen Mitteln zu verstecken: Bleichen, Zupfen mit Pinzette und Maschine, Rasieren, Schmirgeln, beim Gespräch mit anderen die Hand davorhalten, dicke Halstücher tragen oder halt gar nicht erst unter Menschen gehen.

Ich hab es satt. Ich will mich ändern.

Ich werde herausfinden, ob ich die “übermäßigen” Haare loswerden kann, indem ich meinem Körper helfe, ins Gleichgewicht zu kommen.

Sollte das Gleichgewicht ein Gleichgewicht MIT Haaren sein, werde ich es lernen, damit so umzugehen, dass ich gut und selbstbewusst mit dieser Besonderheit leben kann.

Ich bin froh über alle, die mich auf dieser Reise begleiten wollen.

Ich suche besonders Kontakt zu Frauen, die ähnliche Fragen an das Leben haben. SCHREIBT MIR!

Und - auf geht’s! Das Leben ist schön :-).

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